Zwischen den Zeiten

Der chinesische Kalender ist eine eher komplizierte Angelegenheit.

Je nach Kalender beginnt das Jahr entweder mit der Wintersonnenwende,
am chinesisch Neujahrstag oder
an Li-Chun, dem Frühlingsbeginn am 4. Februar.

In der Fünf-Elemente-Lehre gibt es auch noch den Dojo-Kalender.
Dieser richtet sich nach den vier Jahreszeiten –
Frühling – Holz, Sommer – Feuer, Herbst – Metall und Winter – Wasser.

Dem Element Erde wird zum einen der Spätsommer zugeordnet,
zum anderen die Übergangsphasen zwischen den Jahreszeiten,
welche die Dojo-Zeiten genannt werden.

Man nehme den Frühlingsbeginn am 21.März (Äquinoktium),
rechne 36 Tage dazu und schon befindet man sich
in der 18 tägigen Dojo- bzw. Übergangszeiten zum Sommer.
Welcher dann am 17.5. beginnt.
Jede Jahreszeit dauert 72 bzw. – mit Zwischenzeit – 90 Tage.

Saisonal und regional!
Das Leben in unserer Konsumgesellschaft liefert
ein Überangebot an großteils exotischen Nahrungsmitteln,
die aufgrund des technischen Fortschritts
auf unterschiedliche Art und Weise verarbeitet sind.

Dosen, Pulver und viele andere Fertigprodukte
bringen uns immer weiter weg von der Natur,
und verändern unser Essverhalten.
Wir konsumieren Vieles, das uns eigentlich nicht gut tut.

Ernährungsempfehlungen für die jeweilige Jahreszeit berücksichtigen die
Geschmacksrichtungen, die ein Organ stärken oder schädigen können
bzw. wird auf die thermische Eigenschaft von Lebensmitteln
großes Augenmerk gelegt.

Besonders wichtig ist jedoch, dass viele Gemüsesorten und Früchte nur
zu einer bestimmten Jahreszeit an einem bestimmten Ort wachsen.

Um sich und seine Kinder im Einklang mit der Natur zu ernähren,
sollte man also die Saison von
Bärlauch, Holunder, Erdbeeren und Co so richtig auskosten.
Und unverarbeitete Lebensmittel, am besten vom Bauern nebenan, genießen.

Zurück zur Mitte
In der Dojo-Zeit bietet es sich an, sich gut zu erden und seine Mitte zu stärken.
Schön angerichtete Speisen mit Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte,
singen, trommeln und Massagen
lassen uns Inne halten, führen uns zurück in uns und festigen uns.

Gerne werden Entschlackungskuren oder Fastentage veranstaltet.

Zwischen den Zeiten tut es sicherlich gut,
je nach Konstitution und Diagnose
Feuchtigkeit auszuleiten oder den Magen zu stärken.
Hiobstränen und Adukibohnen entschlacken gut.

Gerste und Polenta nähren und
Rinder-Kraftsuppe mit roten Datteln kräftigt die Mitte.

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