10. April 2018

Erde

Zwischenzeit

Die Erde ist die Mitte.

Das ausgleichende Element, das sich das ganze Jahr hindurchzieht
und die Jahreszeiten in 18 Tagen Zwischenzeiten harmonisch miteinander verbindet.

Der Spätsommer ist neben den Übergangszeiten besonders geeignet,
seine Mitte zu stärken,
sein Essverhalten zu korrigieren,
vielleicht abzunehmen,
das Verhalten zu den Mitmenschen zu sensibilisieren,
seine Standort im Leben zu überprüfen
kurz –
seine Mitte zu finden.

Wie in der Natur,
steht auch in uns die Erde für Fruchtbarkeit und mütterliche Fürsorge.
Geerdet zu sein heißt, in seiner Mitte verankert zu sein.
Wir spüren das Gleichgewicht von Yin und Yang.
Und fühlen uns – in uns – zu Hause.

Die Schule der Mitte

Die Organe der Wandlungsphase Erde
sind Magen und Milz.
Darunter versteht man unter anderem
die Funktionen der Verdauungsorgane
Magen, Bauchspeicheldrüse und Zwölffingerdarm.

Ernährungsempfehlungen in der TCM
gehen auf die „Schule der Mitte“ von Li Dongyuan (1180-1251) zurück.
Sie besagt, dass der Ursprung aller Störungen in der Mitte liegt.
Die Organe Milz und Magen müssen durch gekochte,
wärmende Speisen gestärkt werden.

Sie werden auch durch den süßen Geschmack gestärkt.
Zu viel Süßes verletzt vor allem die Milz.
Menschen mit Milz-Qi-Mangel haben oft Lust auf Süßes,
sie greifen zu Schokolade,
es entsteht Feuchtigkeit, die das Qi erstickt.
Siehe auch Zuckerjunkies

Lebensmittel, die besonders die Milz stärken sind
süß und gelb-orange,
reifen in der Erde, wie z.B. Karotten oder
nahe der Erde, wie Kürbisgewächse, Mais und Hirse.